Accesskeys

Ausgleichszins

Dem Ausgleichszins (Art. 212 StG) kommt eine wichtige Funktion im Hinblick auf eine Gleichbehandlung aller Steuerpflichtigen beim Bezug von Steuern zu. Das Gesetz sieht einen allgemeinen Verfalltermin mit ausgleichender Zinsfolge vor. Weil sich die Frage der Rechtsgleichheit bei Verzögerung der Steuerfestsetzung und des Steuerbezugs nicht nur bei den Einkommens- und Vermögenssteuern stellt, ist die Zinsausgleichspflicht bei allen veranlagten Steuern vorgeschrieben. Die Höhe des Ausgleichszinses wird durch die Regierung festgesetzt.  

 

Berechnung des Ausgleichszinses

Steuerbeträge, die die Steuerpflichtigen vor dem Verfalltag leisten, werden zu deren Gunsten verzinst. Für Leistungen nach dem Verfalltag werden ihnen anderseits Ausgleichszinsen belastet. Die Ausgleichszinsen zu Gunsten wie zu Ungunsten der Steuerpflichtigen werden in der Schlussrechnung, die ihnen mit oder nach der Veranlagung zugestellt wird, saldiert. Zugunsten der Steuerpflichtigen werden Ausgleichszinsen auf allen Zahlungen berechnet, die sie aufgrund einer vorläufigen Rechnung bereits vor der Schlussrechnung geleistet haben (sog. positiver Ausgleichszins). Zu deren Lasten wird auf dem veranlagten Steuerbetrag ab dem Verfalltag der sogenannte negative Ausgleichszins berechnet.

Schema: Berechnung des Ausgleichszinses

Servicespalte