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Nachsteuern

Die Änderung einer bereits rechtskräftigen Veranlagung zulasten des Steuerpflichtigen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich (Art. 199 ff. StG). Dazu gehört das Vorliegen von Tatsachen und Beweismitteln, die der Steuerbehörde bisher nicht bekannt waren und die darauf schliessen lassen, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben ist oder eine rechtskräftige Veranlagung unvollständig vorgenommen wurde. Dasselbe gilt, wenn die unterbliebene oder unvollständige Veranlagung auf eine strafbare Handlung gegen die Steuerbehörde zurückzuführen ist.

 

Die bisher nicht erhobene Steuer wird auf dem Weg einer Nachsteuer, die grundsätzlich auch einen Zins umfasst, eingefordert. Das Nachsteuerverfahren (StB 199 Nr. 1) setzt kein Verschulden des Steuerpflichtigen voraus; die Verschuldensfrage entscheidet lediglich über die anschliessende Durchführung eines Steuerstrafverfahrens.

 

Für die Durchführung eines Nachsteuerverfahrens im Bereich der Einkommens- und Vermögenssteuern, der Gewinn- und Kapitalsteuern, der Grundstückgewinnsteuern sowie der Erbschafts- und Schenkungssteuern ist ausschliesslich das kantonale Steueramt zuständig. Die Einleitung eines derartigen Verfahrens wird dem Betroffenen schriftlich mitgeteilt, und vor Erlass der Nachsteuerverfügung wird über die vorgesehene Erledigung informiert.

Fragen rund um Nachsteuern

 

  • In welchen Fällen und unter welchen Voraussetzungen wird ein Nachsteuerverfahren eingeleitet?
  • Über wieviele Jahre zurück kann sich eine Nachsteuer erstrecken?
  • Wie ist vorzugehen, wenn der Steuerpflichtige von sich aus der Steuerbehörde anzeigen will, dass bisher nicht alles versteuert wurde?

 

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