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Zweck der Steuer

Die Erhebung der Verrechnungssteuer dient zwei Zwecken:

 

In erster Linie soll die Verrechnungssteuer die im Inland ansässigen Steuerpflichtigen dazu veranlassen, ihr Vermögen und die daraus fliessenden Erträge korrekt zu deklarieren. Die Verrechnungssteuer ist somit eine Massnahme zur Förderung der Steuerehrlichkeit. Den steuerehrlichen Inländern wird die Verrechnungssteuer vollumfänglich zurückerstattet, und zwar durch Verrechnung mit den Kantons- und Gemeindesteuern oder für den Überschuss in bar (Art. 31 VStG; Art. 6 der Verordnung zum Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer, sGS 815.5).

 

Für Steuerhinterzieher stellt die Verrechnungssteuer demgegenüber eine definitive Belastung dar. Dasselbe gilt für im Ausland ansässige Anleger, welche ebenfalls keinen Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer besitzen. Eine Ausnahme gilt bloss für Ausländer in Staaten, mit denen die Schweiz ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen hat. Diese können - nach den Bestimmungen des DBA's - eine teilweise oder vollständige Rückerstattung der Verrechnungssteuer beanspruchen.

 

Die Verrechnungssteuer stellt für den Bund daher auch eine Einnahmequelle dar. Die Erhebung erfolgt durchwegs anonym. Macht der Steuerpflichtige von der Möglichkeit der Rückerstattung nicht Gebrauch oder wohnt er in einem Staat ohne Doppelbesteuerungsabkommen, so verbleibt die Verrechnungssteuer dem Bund.

 

Das Fürstentum Liechtenstein (FL) gilt mit Bezug auf die Verrechnungssteuer nicht als Inland. Dies bedeutet, dass Ausschüttungen (Dividenden, Zinsen und dergleichen) von Gesellschaften mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein nicht der Verrechnungssteuer unterliegen.

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